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Bild-Anleitung HANGING OFF - leicht gemacht
Report Tommy und LeMotard als Touristen in Hockenheim.
ESSAY Knie am Boden bei einem Meter 56 ?
Interview Wer ist Puschel ? by Mr. S.
Szene Ankerberg 2008 (Sachsenring GP)

Männer beim GP am Sachsenring und der neue Funsport:
PW 50-Racing auf dem Zeltplatz
Endlich Freitag mittag. Tommy Lila und Dan Race holen mich (= Motard) ab und los geht's. Die Ladefläche voller Bier und Grillgut unser Toilettenmoped PEEWEE 50 an Bord starten wir Richtung Sachsenring.Dan Race's Kumpel Camoflage sind schon seit Donnerstag dort und haben alles aufgebaut, was man so braucht, Zelt, Kühlschrank und fette Musikanlage.


5 h Fahrzeit und 10 Bier weniger sind wir da. Telefonieren mit Camoflage und fragen wohin?. Antwort: Parkplatz 4, 3 x rechts, 1 x links. Und wir: Hä? Kein Plan wie man da hinkommt. Dan Race fährt mit dem PEEWEE los, um den Platz zu suchen.
Die Zeltplatzsheriffs stoppen aufgeregt Dan Race: Hey Du mit dem unversichterten Moped, du darfst da nicht rein. Dan Race: Hey bist du blöd? Da fahren Hunderte umher auf dem Zeltplatz und machen Krach. Die Sachsensecurity eisern: Lass es hier stehen, du bekommst einen Pfandschein. Dan Race: bin doch nicht bescheuert. Kommt nicht in Frage. Dann fahr ich eben wieder heim. Dan Race läuft zurück zum Transporter und wir holen das PEEWEE und laden es demonstrativ wieder ein.
Der Securityfritze schaut interessiert zu und sieht unser ganzes Equipement und fragt dämlich:
Macht ihr jetzt heme?
(für Nicht-Ossis: Fahrt ihr jetzt heim?) Endlich trollt er sich.
Wie bescheuert muss man sein, um so was zu fragen. Wir also Gas, umsonst rein in den Zeltplatz und Camoflage gefunden. Grill heiss, Bier kalt, alle auftanken, Jägi als Beschleuniger.
PEEWEE raus aus dem Transporter und bisschen rumfahren, bis wir auf die Idee kommen, die Zeit zu nehmen. Tommy Lila, Dan Race und Bad Boy geben alles auf der rutschigen Wiese, Knie am Boden, Ellenbogen am Boden, alles am Boden. Bad Boy kennt keine Angst, gibt alles, Vollgas, PEEWEE läuft 50 im Drift durch die Kurve in der Zeltgasse. Am Kurvenausgang geht's knapp am Grill von einer anderen Crew vorbei, jedesmal ein Fast-Einschlag, das Gemotze ist lautstark.
In der Kurveninnenseite werfen die Zuschauer Fanfaren an und jubeln uns zu.

Wir werden immer besser. Es kommen immer mehr Leute zum zuschauen und wir finden immer mehr Gegner, die das Race mit ihrem eigenen Bike gegen das PEEWEE mitfahren. Mal gewinnt PEEWEE, mal Schwalbe oder Roller, bis PEEWEE den Geist aufgibt. Nachts fette Schrauberei und am nächsten Tag zur Abwechslung mal Moto GP-Trainingsläufe angeschaut.
Zurück zur PEEWEE, aufgetankt und dann die glorreiche Idee eine Bierbank als Sprungschanze aufzubauen. Und drüber gejumpt mit Vollgas. Bis zu 2 Meter weit und 1 m hoch. Vor allem Camoflage gibt alles, fliegt 4 Meter weit und schlägt dann wie ein Meteor ein. Am Abend sind wir dann richtig firm im Springen und haben die Biertisch genommen. Jetzt ging's richtig ab. Waaghalsige Sprünge bis zu 4 m weit und 2 m hoch. Gar nicht so einfach auf dem PEEWEE drauf zu bleiben bei der Landung. Um unseren Sprungplatz drängen sich die Zuschauer und feuern uns an (Logisch, die wollen alle sehen, wie einer abtransportiert wird. Aber den Gefallen tun wir ihnen nicht.)
Wir sind die Attraktion auf dem Zeltplatz. Mit Handys werden wir gefilmt.
Die Suche nach anderen Mitspringern läuft schleppend, die ham alle keine Eier in der Hose.
Vereinzelt probiert es mal einer, die fliegen auch nicht schlecht ab.


Alle Achtung an Yamaha, wie stabil so eine PEEWEE 50 ist. Sie läuft auch mit 4 Leuten drauf ohne Bruch. Am Schluss stehen 50 Zuschauer um uns rum und keiner will zum GP.
Die Atmosphäre auf dem Ankerberg ist unglaublich. Die ganze Nacht dröhnen die Motoren bis die Krümmer glühen und die Verkleidung wegschmilzt. Kaum hört an der einen Ecke einer auf, fängt's nebenan wieder an. An Schlaf ist nicht zu denken. Fette Party und Mucke überall. Ein paar Autos und ein Kühlschrank fackeln ab.
Gar nicht nötig ins Tittenzelt zu gehen - die Campingshow ist besser. Dan Race muss natürlich trotzdem hin, wobei er doch nur den Bus neben uns anschauen müsste, wo ein paar crazy Ossis ihren ganzen Lack mit Playboys und Pornoheftchen verklebt haben.


Nächster Tag. Wir nutzten die Sondertickets für einen Besuch in der Boxengasse. Also rein zu den Stars.
Wir sehen zumindest mal lauter fette Auflieger von hinten. Ganz schön abgeschirmt das Ganze, fast wie bei der Formel eins. Ab und zu sieht man mal ein Racemoped, das von einem Hiwi abgeduscht wird oder einen Fahrer vom Laster in die Box huschen. Also schnappen wir uns die Gridgirls für eine Fotosession.


Dann auf den Ring. Pfeiffer legt in den Pausen eine Mordsshow ab.

Sein Moped ist ein artistisches Spielzeug, und alles sieht so leicht aus. Unglaublich. Dann das Rennen. Leider im Regen - aber die Jungs warn so was von schnell im Regen.....


Später passen wir noch Capirossi und Vermeulen in der Lounge ab, hier die Shots:

Irgendwann spät nachts schmiss unser Fahrer den letzten daheim raus.
Fazit: Ein Chef-Wochenende. Das PeeWee Team trainiert für den Ankerberg 2009 !!!
Ein Tipp noch von uns: Montag noch dran hängen und Sonntag abend gar nicht erst versuchen
rauszufahren aus dem Gelände - zwecklos, 2 m in 2 Stunden ;-)
Hier geht's zur fetten Fotogalerie Ankerberg Sachsenring 2008
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Interview Wer ist Puschel ?????

Moped: Beifahrer von Tommy auf der GSX-R 1000
Wie ist es, fast jeden Tag mit einem Typ wie Tommy unterwegs zu sein?
-
was 'n das für 'ne bescheuerte Frage? Wie soll es wohl sein immer bei
'nem Typ hinten drauf zu hängen der 'ne lila Kombi trägt und 'n lila
Ofen fährt?
Genau das ist meine Frage.
- ich knabbere dir gleich deinen Knieschleife an - hübsche Flex-Arbeit übrigens. 100er Papier oder gröber?
Die sind echt... - (ruhige Atempause) - beantworte BITTE die Frage.
- echt? Klar. Pamela Anderson ist auch voll die Natur.
Bin
ich Detlef oder was? Der Typ hat 'ne bescheuerte Einstellung zu
Modefarben - das isses. Damit muss man leben. Ausserdem wirkt's bei den
Bräuten.
Das bedeutet?
-
die lächeln ihn alle sofort an, wenn er so daher kommt. Süss, klein und
tapsig in seiner lila Kombi. Die halten ihn alle für 'n bisserl
besch... - anders und zack - schon ist der Arm um sie rum. Ist echt 'ne
Masche.
Schon mal deinen Platz für eine Frau aufgeben müssen?
-
NIX! Meine Stelle ist mir sicher. Die Mädels lieben mich und er kann am
morgen danach immer sagen er holt kurz Frühstück. Alleine *zwinker,
zwinker*. Obwohl, so ein Bärchen als Mitfahrerin...
Lass gut sein. Was hälst du im allgemeinen von Frauen die Motorrad fahren?
- Geil.
Geht es etwas genauer?
- Genauer? He, Mann, wie bist du denn drauf?
(singend)
-Ihre kurvigen Formen, eingehüllt in enges Leder, die lang gestreckt
über dem Tank gleiten, in jeder Kurve die süssen Hintern nach aussen
treibend sehend...
Stopp! Punkt verstanden. Wie kannst du so was überhaupt sehen?
- ich dreh meinen Kopf und schau an seinem Arsch vorbei nach vorn. Wie sonst wohl?
Würdest du selber gerne mal fahren?
-
(lange Pause) Ey - Wie dämlich bist du eigentlich? ICH BIN EIN
STOFFTIER und kein bescheuerter Alien von Melmac! Die Bullen hätten
mich sofort an meinem samtigen Flauschearsch.
Stimmt. Deine Gliedmassen sind auch etwas kurz.
-
eines ist garantiert grösser als das von dem Rest von euch
Ledertrienen. Rat mal mit was das Hinterrad von dem Teil in der Spur
gehalten wird. So, jetzt kommst du - Bonduelle Junggemüse.
Damit wäre die Frage nach deinem Geschlecht geklärt. Fährst du gerne hinten drauf mit?
- Ich liebe es! MaaaaacDoooooonalds.
Du liebst es?
-
Klar. Nix schöneres als wenn irgendwelche R1-Luschis hinter uns
auftauchen. Du siehst schon die Gedankenblasen. Heureka: Ein Opfer, ein
Opfer! Alter Streetfighter-Hobel, Lila Kombi, ICH - Stofftier. Wenn
ich dann in ihre Augen sehe und das Grinsen beginne, fangen sie langsam
an zu begreifen. Ich mache winke, winke und flüstere ihnen zu: Kleiner
- du bist so was über deinen Bremspunkt darüber hinaus, wie ein Baby
von seinem verlorenen Schnuller im Gully. Und auf der nächsten Gerade
beschmeisse ich sie dann mit Dreck. Das ist immer sehr lustig.
Tommy ist also ein recht guter Fahrer?
Jedenfalls
besser als DU. Erinnere mich mit Grausen an UNSER Date vor ein paar
Wochen. <Link 00>(Tarantula walking)</Link> Machst wohl
auch gern dicke Backen und wenn den wirklich mal was gehen soll...
Auch das war NICHT die Frage.
-
Obwohl. Die Ghostrider-Aktion am Abend. Mit 160 Sachen durch den
Feierabendverkehr im Cannstatter Tunnel... Gar nicht mal schlecht.
Alles nur wegen dem hübschen brünetten Kätzchen in dem Cabrio. War nett
die Kleine...
(Pause)
Ohhhh - plaudere ich da vielleicht aus dem Nähkästen? Böser Puschel.
TOMMY. FAHRER. ANTWORT!!!
-
Wie soll er schon sein. Er hat's schon drauf. Hält sich halt immer mal
wieder für 'nen Gott auf zwei Rädern. Wie ihr alle. Irgendwie geht euch
allen immer mal wieder das Gehirn flöten und ihr fahrt nur noch mit
dicken Eiern. Die besten, die tollsten, die schönsten und den Steifsten
sowieso. Immer wieder schön wenn ihr denn von was kurvigem eingebremst
werdet oder 'nen Bremspunkt vermasselt. Danach seit ihr alle soo klein
mit Hut. Bis zum nächsten Gang auf die Toilette. Meiner ist grösser,
meiner ist grösser. Nä, nä, nä, nä, nähhääähhh!
Wer hier den grössten hat, haben wir ja schon geklärt.
- Hey, du lernst schnell, junger Skywalker.
Glaubst du er nimmt dich mit, wenn er sich eine neue Maschine leisten kann?
-
Klar. Ich bin sein bester Kumpel, Glücksbringer, Schutzengel und
Geheimwaffe bei den Mädels. Ohne mich ist er nur die Hälfte. Und gross
is' er ja nu' nich' - davon die Hälfte - nee.
Danke für das Gespräch.
- Immer wieder gerne. Bin ich jetzt im Team?
ESSAY Knie am Boden bei einem Meter 56 ?????

Das Leitplankengirl war beim Knieschleifertraining vom MotorradAction-Team ::: klein - aber verdammt schnell ;-)
Ich wollte es wirklich lernen. Ich wollte so um die Kurven peitschen wie die Jungs. Hab mich wirklich angestrengt. Aber nun von vorne:
Es war ein schöner Tag - bin am 11.06.2007 zum Baden-Baden Airport gefahren, um das Knieschleifertraining - veranstaltet vom Motorrad Action Team - zu
absolvieren. Ui, waren da viele Leute da. Und alle hatten
„jungfräuliche“ Knieschleifer an ihren Kombies. Nur ich nicht. Hab ja
schließlich ne Frauenkombi… (aber ich hatte die kleine Hoffnung, nach
diesem Training meine Kombi mit nem Kniepad auszustatten!!!).
Nach
den Vorgesprächen und Gruppeneinteilungen ging es dann endlich los.
Wurde auch Zeit, denn es wurde immer heißer. Ich war in 'ner Gruppe mit
8 Leuten. Zuerst wurde das Übliche gelernt - Bremsen. Wie ich es hasse,
die Befehlsbremsungen. Die klappen bei mir nie. Würde
man vielleicht eine Katze auf den Boden legen, hey Leute, ich würde
bremsen wie’s Teufele. Aber wer bremst schon wegen so ner blöden
Pylone. Ich nicht!!!!
Mittlerweile wurde es immer heißer,
keine Wolke am Himmel. Zum Glück bekamen wir viel Wasser zu trinken.
Das Problem war nur, das Wasser wollte auch wieder raus. Und das Klo
soooo weit entfernt….
Es folgten noch ein paar Übungen mit dem
Motorrad und dann sollten wir endlich das lernen, wozu wir hergekommen
sind. Zuerst folgte eine Besprechung. Dafür wurde ein Motorrad
gebraucht. Natürlich meine (750er Gixxer)….. für mich war das ja echt
super, aber HILFE!!! die tatschten alle auf meinem Moped rum. Dabei war
es frisch geputzt und poliert. Oh nein….. Der Trainer zeigte also auf meinem Bike, wie man nun drauf sitzen muss. Vielmehr, wie man daneben sitzen muss. Ich hab das dann auch versucht. Und es klappte - klar. Im Stehen…… war doch so einfach :-))
Nachdem nun mein Bike von 8 Leuten schändlich missbraucht wurde, ging es los. Zuerst zaghaft, dann immer tiefer. Einige Leute haben das Knie echt an den Boden gebracht. Ist ja auch kein Wunder mit über 1,80 Größe. Pf…..Hey, ich hab mich auch neben das Motorrad gesetzt (so kam es mir echt vor!). Aber mein Knie ist nicht am Boden aufgekommen. Vielleicht, weil ich ja auch kein Sturzpad dran hatte…..
Auf
alle Fälle meinte der Fahrer einer Kawa Z 750 es vor mir zu gut und war
so auf sein Knie konzentriert, dass er einfach umgefallen ist. Blob, da
lag er. Und natürlich ist gleich der Schalthebel abgebrochen. Für ihn
war das Training gelaufen…..
Für uns anderen hieß es
weiterfahren. Also fuhren wir in dieser unerträglichen Hitze Kurve um
Kurve, schräger und schräger. Meine Blase wurde auch immer voller. Wie
soll man denn da noch gescheit fahren. Schräg fahren, neben der Sitzbank sitzen und nicht umfallen - das sind ja 3 Dinge auf einmal. Das geht mit ner vollen Blase nun wirklich nicht……
Dann kam endlich die ersehnte Pause. Und schnell ab aufs Klo und 2 Liter Wasser rauslassen. Wie herrlich…..
Nach 'nem Mittagessen - ich aß nur Salat, die Jungs hauten sich alle Pasta rein - hieß es dann „freies Fahren“. Schluck. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Aber nachdem ja mein Freund inzwischen zur Unterstützung kam, durfte ich keine Schwäche zeigen und musste natürlich versuchen, alles zu geben. Also ab aufs Moped und Gas geben.
Der Herr von Puschel stand also da und machte in den Kurven Fotos von mir. Ich war echt der Meinung, dass ich mords tief wäre und neben der Sitzbank sitze - echt wahr. (Als ich nachher die Fotos sah, war ich schon enttäuscht. Ich saß ja fast kerzengerade auf dem Moped. Von wegen neben der Sitzbank - 2 cm vielleicht -)…Da war mir auch klar, weshalb die Trainerin immer gemeckert hat, ich solle schräger sitzen.
Inzwischen waren es 35 Grad. Echt geil. Schwitz ohne Ende, die Konzentration war echt auch nicht mehr die von heute morgen. Eigentlich wollte ich nicht mehr. Ich war so was von fertig…..
Nach 3 x 20 min. freies Fahren war dann endlich alles vorbei. Klar, es hat schon Spaß gemacht, vor allem als ich es schaffte, einmal zu überholen… (ich selbst wurde nur 1 x überholt) - tja, wer kann der kann!!! :-)))
Es gab noch eine letzte Besprechung und jeder bekam eine Urkunde. Als wir da alle zusammen saßen, muss ich schon neidisch zugeben, dass die anfänglich „jungfräulichen“ Knieschleifer alles andere als das waren. ALLE!!! haben das Knie an Boden gebracht. Nur ich nicht….
Klasse, aber von denen war auch keiner kleiner als ich - was ja kaum möglich ist :-). Und was lernen wir daraus? Es ist absolut ein Unding, mit 156 cm das Knie an Boden zu bekommen :-(( Aber ich bin mir sicher, hätte ich Knieschleifer gehabt, ich wäre mal so was von am Boden gewesen. Ehrlich.
Aber einen Erfolg hatte ich: Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben den Vorderreifen auf der Kante gehabt. Wenigstens etwas.
Dann gab es für mich nur noch eins: Raus aus der verschwitzten Lederkombi und ab unter die Dusche und in die Jeans rein. Wie herrlich.
Der Himmel gefiel mir aber ganz und gar nicht. Innerhalb der letzten Stunde hat sich der Himmel zugezogen und er war nur noch schwarz. Würg. Kurz nachdem ich dann losgefahren bin auf die Autobahn, kam na klar das Gewitter runter. Mit allem drum und daran. Ich hab mich unter der Autobahnbrücke verschanzt. Das war echt gemein, den ganzen Tag bin ich schier eingegangen und zum Schluss kommt man noch in ein Gewitter. In Jeans. Heul……
Das Leitplankengirl.
Report Tommy und LeMotard als Touristen in Hockenheim.
Aber Sie waren nicht im Museum....
Lila, Puschel und LeMotard auf dem kleinen Kurs!

Neulich Abend in Hockenheim -
entweder bin ich schnell oder die Kiste geht in den Acker
Wir machten uns voller Neugier auf: vor uns lag der Plan auf der Strecke der Meister in Hockenheim (kleiner Kurs) ein paar Runden mit unseren heiß geliebten Kisten beim Touristenfahren zu drehen. Es war schon Ende September und wie erhofft war es nicht allzu überlaufen an diesem Donnerstagabend.
Mann,komm zur Sache! Angasen ist angesagt. Und danach Aprés-Moto und Hockenheim Hasen aufreissen.
Puschel..!!! Maul halten, fest halten.
(Anm.: Puschel ist offizieller Beifahrer von Lila, inoffzieller Mitarbeiter von MySpeeding.de)
Gleich nach der Ankunft war klar: das Material der Konkurrenz ist vom Feinsten. Superbike-Racer mit hochverlegten Ärschen und 1-A-Kombis. Reine Racer waren nicht erlaubt am Start. Deshalb hatte jedes dieser Traumbikes ein Nummernschild.
Guck mal da!? Zu "dem" TÜV sollten wir auch mal gehen!
Naja wir wollten es ja sowieso ruhig angehen und einfach die Strecke kennen lernen. Soweit der Plan A.
Es ging los mit einer Einführungsrunde hinter einem Pace Car Golf 2TDI. Alles fuhr gesittet hinterher. Dann der Moment, als der Golf in der Boxengasse verschwand: kick down - wie die Wahnsinnigen zog alles um uns herum am Kabel, als gäbe es kein Morgen mehr.
Geil. Geil. Geil. Einzige Devise: oben bleiben.
40 Leute volle Suppe auf einmal in die Kurve, alle im Fieber der Hockenheim-Ideallinie, die maximal 1 m breit ist. Scheisse wo sind wir denn hier gelandet. Doch der Überlebensinstinkt siegte - wir zogen auch gnadenlos am Kabel und schmissen unsere Kisten volles Programm rum.
Der erste Turn ging etwa eine viertel Stunde. Es war eine der härtesten viertel Stunden.
Dagegen ist Mahndental mit Mr S und Konsorten wie 'ne Oma-Kaffeefahrt.
Vor lauter Gas, Kurve, Ideallinie, Typen überholen und richtig anbremsen gab es nicht mal ne Sekunde, um auf den Tacho oder Drehzahlmesser zu schauen.
Asphalt und Wahnsinnige - Meine Welt!
Volle Konzentration - links, dann wieder rumreissen, rechts, voller körperlicher Einsatz und immer dafür sorgen, dass man nicht absteigt. Auch wenn der vor dir meint, er müsste mal das Kiesbett testen. Querspange Punkt merken. Grad noch an den Curbes vorbei. Opelkurve aha. Alle geben Stoff wie die Irren - auf der letzten Rille - und noch eine Runde. Wir fanden uns plötzlich mitten im Superbike-WM-Training wieder...
Träum weiter...
Beim zweiten Turn waren wir schon besser drin - wir jagten jeder seinen Spezialisten. Ich war zwei Runden lang einen halben Meter hinter einer gelben Gixxe und jagte ihn mit einem Messer zwischen den Zähnen - na ja und auf einmal funkt es, der Typ setzt auf und stieg funkensprühend aus dem Geschehen aus.
Say good bye to Hockenheeym. He, He.
Ich dachte: scheisse, was mach ich, muss ich ausweichen oder??? Seltsamerweise jedoch, obwohl ich einen halben Meter hinter ihm war, war der Typ schon endlos weit weg geflogen durch die Zentrifugalkraft und sonstige nicht näher bekannte Kräfte...
Schmeisskraft, Fliehkraft, Erdanziehungskraft. Kurz: Ballistik. Hättest deinen Stephen Hawkins aufmerksamer lesen sollen!
Da lobte ich mir meinen "Lehrbuch-Blick-in-Kurvenausgang" sonst hätte es mich auch geschmissen. Naja, ein bisschen Glück gehört auch dazu.
Huuuh. Unser lila Gustav Gans
Das ganze Ding war ein einziger Härtetest für Mensch und Maschine. Jedes Kilo war eines zuviel.
Hey, ich wiege nur 250 Gramm!!! Kein Grund mich dabei anzugucken!
Übrigens auch für die Stiefel: wie das Bild beweist, fuhr der Motard derart gnadenlos, dass seine Stiefelschleifer durchscheuerten und er mal so richtig heisse Socken bekam. Daher zog Motard-Häuptling-heisser-Fuss nach dem 2. Turn raus und schaute sich die Sache von der Sachskurve aus an.
Da sassen auch ein paar Mädels. Wurde ihm dann gleich wieder heiss. Aber woanders ;-)
Sah gar nicht mehr so schnell aus - obwohl auf der Start/Ziel locker mal 250 gefahren wurden... Naja von aussen ist's halt nicht das Gleiche wie mittendrin. War da doch plötzlich ein Teenie mit einer 125er am abgasen und ein älterer Typ mit Sozia, der es mit seiner BMW richtig knacken liess. Haben wir erst von aussen gesehen, wo waren die die ganze Zeit?
Die Knieschleifer wurden derart abgerubbelt, dass wir sie zum Saisonbeginn nächstes Jahr umgedreht aufsetzen müssen - aber das Schleifermaterial ist schon hammerhart - die Dinger federn nicht nach und du merkst jeden Hubbel.
Hab mich schon zur Iszihatsu Massage angemeldet.
Langsam fühlten wir alle unsere bescheidenen menschlichen - nicht technisch optimierten - Gliedmassen wie Arme, Oberschenkel und Nacken. Jede Kippe, die wir je geraucht hatten, meldete sich mit kleinen Lungenstichen zu Wort. Uns war plötzlich sonnenklar, warum die ganzen Typen, seien es Rennfahrer oder Skispringer, körperlich und geistig topfit sein müssen.
Da bekommt der Begriff "Sportfahrer" 'ne ganz andere Bedeutung, was?
Der Herzschlag war eh schon auf 200 und das Adrenalin was rushin' our venes. Und der Tag neigte sich dem Ende zu. Der Typ mit dem Pace Car Golf 2 TDI winkte ab.
Im Ambiente der sich im Neonlicht der getunten Fords spiegelnden Widerschein auf dem Asphalt der Dämmerung verabschiedeten wir uns von Hockenheim... aber keine Frage: wir drei kommen wieder!
Der zweite Plan, Plan B, geschwind mal die Autobahn nach Hause zu brettern, scheiterte: überall Autos, Millionen von Autos im Schritttempo über 150 Kilometer Richtung Stuttgart, davon ca. 50 km auf dem Standstreifen. Was wollen die denn alle da? Nicht zu fassen. Eine weitere Herausforderung: Umstellen auf Normalbetrieb. Auf andere Verkehrsteilnehmer achten.
Uups. Mal ganz was neues!
Verkehrsregeln etwas lockerer sehen…
Ahhhh! Da isser wieder.
…aber sonst wären wir nicht um 9 p.m. am Stammtisch im Mahdental gewesen. Und da wollten wir unbedingt noch vorbei - mit unseren leuchtenden Augen ein kühles Blondes schlürfen und nach was Blondem oder Schwarzem schauen...
Hart arbeitende Helden ham sich das verdient *g*
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Hanging off - leicht gemacht
mit bebilderter Schritt-für-Schritt-Anleitung!
Garantierter Erfolg bei jedem Modell und jedem Alter!
SCHRITT 1
Wählen Sie Ihr Arbeitsgerät sorgfältig aus. Legen Sie
Schutzkleidung an und schliessen Sie den Helm.
Überprüfen Sie den Reifenluftdruck, die Profiltiefe und
überzeugen Sie sich vom ordnungsgemässen
einwandfreien technischen Zustand ihres Fahrgeräts.
Prüfen Sie sämtliche elektrischen Vorrichtungen.
Stimmen Sie ihr Fahrwerk auf Sportbetrieb (= harte
Federung) ab. Steigen Sie dann auf und nehmen die
gewohnte Sitzposition ein. Achten Sie auf vorher
angebrachte neue Knieschleifer (damit man den Erfolg
auch sieht!) und festes Schuhwerk.

SCHRITT 2
Machen Sie sich mit den Bedienelementen und der
Lenkvorrichtung ihrer Maschine vertraut. Wissen Sie
wofür all die Knöpfe und Hebel sind? Dann kann es
losgehen. Schalten sie auf on, ziehen Sie die Kupplung
und legen Sie den ersten Gang ein.

SCHRITT 3
Achten Sie unbedingt bei ihren Testfahrten auf den
allgemeinen Fahrbetrieb auf der Teststrecke ihrer Wahl.
Wir empfehlen ein abgelegenes Kurvensträsschen ohne
Überwachungsdienst. Da bei dem von uns verwendeten
Rennmodell die Spiegel abmontiert sind, muss der
Probant hier den Kopf über die Schulter drehen, um
sicherzustellen, dass er starten kann.

SCHRITT 4
Visieren Sie die Kurve an. Fixieren Sie den
Scheitelpunkt. Bremsen Sie spät und nur so viel wie
unbedingt nötig. Verlagern Sie kurz vor Kurveneinfahrt
ihr Gewicht in die Kurveninnenseite und lassen sich mit
abgespreiztem Knie voll raushängen. Der Fuss, der sich
auf Kurvenaussenseite befindet, touchiert nur noch mit
den Zehen die Fussraste. Ducken Sie sich seitlich neben
Ihren Tank und ganz wichtig: das gesamte
Körpergewicht, einschliesslich Ihres Hinterteils befindet
sich jetzt auf der Kurveninnenseite. Am
Kurvenausgang, sobald sie den weiteren Strassenverlauf
zweifelsfrei erkennen können und sichergestellt haben,
dass kein Holzlaster oder Omnibus auf ihrer Spur
entgegenkommt, geben sie Vollstoff und verlagern ihr
Gewicht wieder in die Fahrzeugmitte. Aber nicht
ruckartig! Das macht auch das Beste Fahrwerk nervös.
Das ganze sollte in fliessenden sexy Bewegungen
harmonisch ablaufen, auch der sich jetzt anschliessende
Übergang zur nächsten Kurve.
Damit kommen wir zu

SCHRITT 5
Elegant wird das Gewicht hier von einer Rechts- in eine
Linkskurve verlagert. Sehr schön zu erkennen: das
abgespreizte Knie. Geben Sie nicht gleich auf, wenn das
Kniepad am Anfang noch jungfräulich bleibt. Nehmen
Sie sich den selben Streckenabschnitt wieder und
wieder vor - bis es klappt. Achten Sie dabei auf den
Überwachungsverein und die vorgeschriebenen
erlaubten Höchstgeschwindigkeiten.
SCHRITT 6 *** OHNE ABBILDUNG
Nach getaner Arbeit gehen Sie abends im Lederkombi
zu ihrem örtlichen Motorradtreffpunkt und sagen sie
nichts. Grinsen Sie unaufhörlich und gönnen Sie sich
einen doppelten Espresso. Lehnen Sie sich zurück: denn
Sie haben es geschafft - Sie sind jetzt voll integriert in
den sie umringenden Knie-Schleifer-Mob.
